Friday 27. May 2016

Zur Ideologie der Neuen Rechten in Ungarn

Auf ausdrücklichen Wunsch der Ungarischen Bischofskonferenz hat EuropeInfos den Artikel "Zur Ideologie der Neuen Rechten in Ungarn" von Prof. Hans Schelkshorn von der Webseite zurückgezogen.

 

Zum Selbstverständnis von EuropeInfos.

Orban Viktoria | 24.02.2016 12:12
Egal welche Meinung man vertritt, ein Diskurs sollte jedenfalls in einem zivilisierten Europa möglich sein. Welche Daseinsberechtigung hat ein solches Portal wenn jeder eingeschnappt reagiert und Löschung fordert anstatt sich zu rechtfertigen versucht. Wir Magyaren sind gerne international, wollen überall dabei sein, auch aus den reich gefüllten EU Töpfen naschen - geht es aber um unangenehme Dinge, regeln wir das schon selbst im eigenen Land und dulden keine Einmischung von aussen.
Karl Helmreich | 18.02.2016 22:10
Schwer zu glauben, dass jedes Mitglied der Ungarischen Bischofskonferenz den Beitrag gelesen hat, wer hat das dann entschieden ?
Und wenn die ungarischen Bischöfe den Christen ihres Landes Denk- und Diskussionsverbote erteilen, fühlen sie sich ermächtigt, dies für die gesamte EU zu tun ?
Ohnehin lässt sich kein Beitrag untrdrücken, er findet so sogar gesteigerte aufmerksamkeit.
Christoph Albrecht SJ | 18.02.2016 22:10
Wenn eine Aussage offensichtlich die religiösen Gefühle einer Glaubensgemeinschaft verletzt oder Personen und Gottesnamen beleidigt, dann ist es im besten Fall schlechte Satire. In einem solchen Fall ist die Zensur eines Beitrags durch die Redaktion allenfalls nachvollziehbar.
Hans Schelkshorns Text „Zur Ideologie der Neuen Rechten in Ungarn“ ist hingegen eine besorgte Beobachtung von höchst problematischen Entwicklungen innerhalb der ungarischen Politik wie auch des Verhaltens der katholischen Kirchenführung Ungarns.
Wohin die Zensur kritischer Stimmen führt, haben uns die Diktaturen des 20. Jahrhunderts doch schon x-mal gezeigt. Sind wir jetzt in Europa wieder so weit?
    Lukas Joseph | 23.02.2016 13:01
    Mich würde aber die Information interessieren, ob die Artikelschreiber und Kommentatoren auch der ungarischer Sprache mächtig sind. Wenn ja, dann würden sie mehr verstehen und auch die Zusammenhänge besser kennen, bzw. objektiver urteilen.
       Markus Mucha | 24.02.2016 11:11
       Ob der Artikel objektiv ist oder nicht steht nicht zur Debatte - denn im demokratischen Diskurs ergibt sich die Annäherung an die "Wahrheit" durch Rede und Gegenrede. Wer aber Meinungen zensuriert, weil sie angeblich nicht objektiv sind, begibt sich ins Unrecht. Der Einzige Grund für Zensur könnte sein, wenn ein Artikel diffamierend oder beleidigend ist.
Es steht also daher frei eine Replik auf Hans Schelkshorns Beitrag zu schreiben, wenn man der Meinung ist die Lage in Ungarn selber besser beurteilen zu können, statt undemokratischer Zensur das Wort zu reden.
Eine Frage stellt sich mir, warum mussten die Artikel vom Netz genommen werden - wenn die Website kein offizielles Organ der europäischen Bischofskonferenz ist?
Georg Düchs | 17.02.2016 11:11
Mir fehlen die Worte … wird jetzt jede Woche zensiert? Werden unter diesen Bedingungen überhaupt noch freimütig verfasste Beiträge in europe-infos möglich sein? Wäre es da nicht konsequenter, europe-infos ganz einzustellen? An einer zensierten Zeitschrift besteht kein Bedarf. Besteht an einer gemeinsamen Kommission der europäischen Bischofskonferenzen noch Bedarf? Oder wollen die nationalen Bischofskonferenzen sich nicht lieber gleich national isolieren? „Katholisch“ wäre das nicht mehr - aber um Fragen des Glaubens ging es in den beiden Artikeln ja ohnehin nicht…
Es ist unendlich schade, wenn nun nicht nur auf politischer, sondern auch auf kirchlicher Ebene einige europäische Länder den gemeinsamen Pfad verlassen und in nicht mehr für möglich gehaltene vordemokratische und vormoderne Verhaltensmuster zurückfallen.
Was sagen eigentlich die anderen Bischofskonferenzen dazu?
Georg Düchs
fryderyk zoll | 16.02.2016 12:12
Das ist nur traurig. Über Polen und Ungarn darf nicht mehr diskutiert werden? Sind wir noch alle in Europa, im Raum der Freiheit und Menschenrechte? Die Entscheidungen der Redaktion die Texte über Polen und Ungarn zurückzunehmen verstoßen gegen die veröffentlichten Leitlinien der Redaktion. Was sagt dass alles über unsere Kirche, wenn sie solche Angst von einer Debatte hat, die eigentlich die Kirche selbst kaum betroffen hat. Ist die Identifizierung der Kirchen Polens und Ungarns mit der aktuellen Politik so tief, dass jede Diskussion über politische Lage in dieser Länder unterdrückt werden soll?

Was wird aus der Kirche, die vor der Wahrheit solche Angst hat?

Das ist alles nur sehr traurig.

Fryderyk Zoll
Teilen |
Agenda

> 9. Mai

Europatag: 66. Geburtstag der Schuman Erklärung

 

> 9.-12. Mai

Plenarversammlung des EU Parlaments in Straßburg

 

> 25.-26. Mai

Plenarversammlung des EU Parlaments in Brüssel

 

 

 

europeinfos

Monthly newsletter, 11 issues per year
Published in English, French, German
COMECE, 19 square de Meeûs, B-1050 Brussels
Tel: +32/2/235 05 10, Fax: +32/2/230 33 34
e-mail: europeinfos@comece.eu

Publication director: Fr Patrick Daly
Editors-in-Chief: Johanna Touzel and Martin Maier SJ
© design by www.vipierre.fr

Note: The views expressed in europeinfos are those of the authors and do not necessarily represent the position of COMECE and the Jesuit European Office.
Display:
http://europe-infos.eu/